top of page
Passion4Talents - Der Blog
Einblicke, Ausblicke und Inspirationen für Talentgewinner


10 Monate später: Was aus OpenAIs Angriff auf LinkedIn geworden ist
Update zur OpenAI Jobs Platform: Was seit Zertifizierungs-Launch, Indeed-Integration in ChatGPT und dem Rückzug von Fidji Simo wirklich passiert ist – und was das für DACH-Recruiting bedeutet.


Wenn 80 Prozent aller Bewerbungen KI-generiert sind: Was das für euren Auswahlprozess bedeutet
In seiner Kolumne in der Personalwirtschaft berichtet mein hochgeschätzter Kollege Marcus Merheim von einer Recruiterin die auf eine Ausschreibung 340 Bewerbungen erhalten hat, davon 280 offensichtlich mit KI verfasst. Kein Tippfehler, keine schräge Formulierung, keine Ecke und Kante – nur durchgängig kompetent klingender Text, der genauso gut an hundert andere Unternehmen hätte rausgehen können. Rund 80 Prozent KI-Anteil bei einem einzigen Bewerbungseingang. Kein Einzelfall,


Von Cost-per-Apply zu echtem ROI – Job Advertising richtig steuern
Recruiting-Budgets werden selten grundsätzlich hinterfragt. Diskutiert wird meist nur die Höhe. Mehr Reichweite, mehr Anzeigen, mehr Plattformen – die Logik wirkt einfach. Gleichzeitig zeigen aktuelle Marktdaten ein deutlich differenzierteres Bild: Der Cost-per-Apply (CPA) kann je nach Kanal, Rolle und Timing um den Faktor 5 bis 10 variieren. Wer hier mit Durchschnittswerten arbeitet, steuert eher nach Gefühl als nach Wirkung. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch hi


Indeed schränkt kostenlose Stellenanzeigen ein – was das für TA-Teams bedeutet
Irgendwann im April bemerken es die ersten Recruiter. Die Bewerbungseingänge sind ruhiger geworden. Nicht dramatisch – aber spürbar. Man schaut auf die offenen Stellen, alles sieht normal aus. Man prüft die Stellenanzeigen; sie sind aktiv. Man überlegt, ob es an der Jahreszeit, an der Stelle oder an der Zielgruppe liegt. Es liegt an keinem davon. Am 31. März 2026 hat Indeed still und ohne grossen Aufschrei eine Plattformentscheidung umgesetzt, die das Ende einer Ära markiert:


Interviewqualität ist trainierbar: So werden strukturierte Interviews konsistent wirksam
Recruiting-Prozesse sind in vielen Organisationen heute erstaunlich gut designt. Interviewleitfäden, Scorecards, Kompetenzmodelle – oft sauber dokumentiert und theoretisch belastbar. Und trotzdem bleibt die Interviewqualität inkonsistent. Entscheidungen wirken subjektiv, Feedback ist schwer vergleichbar, und „Bauchgefühl“ hat weiterhin erstaunlich viel Gewicht. Die unbequeme Wahrheit: Das Problem ist selten das Framework. Es ist die Anwendung. Genau hier setzt Hiring Manager


Skalieren mit System: Wie moderne Recruiting-Organisationen High-Volume-Hiring erfolgreich betreiben
Viele Recruiting-Organisationen stehen heute vor einer doppelten Realität: Einerseits werden strategische Schlüsselrollen besetzt, andererseits müssen Hunderte oder Tausende operative Stellen zuverlässig, schnell und wirtschaftlich besetzt werden. High-Volume-Recruiting ist Teil des normalen Betriebsmodells vieler moderner Talent-Acquisition-Strukturen. Marktdaten aus dem UK-Umfeld zeigen, wie stark Geschwindigkeit inzwischen zum Wettbewerbsfaktor geworden ist. Der CIPD UK La


Der Bias-Audit im Recruiting – Systematische Verzerrungen sichtbar machen (bevor es Regulierung oder Reputation tun)
Recruiting versteht sich gern als objektiver Prozess. Lebensläufe werden geprüft, Interviews geführt und Entscheidungen dokumentiert. Viele Organisationen glauben deshalb, dass Bias – also systematische Verzerrungen – vor allem ein individuelles Problem sei: ein unbewusster Eindruck im Interview, ein Bauchgefühl bei der Auswahl. Die Realität ist unbequemer. Bias entsteht nicht nur im Kopf einzelner Personen. Oft ist er systemimmanent. Jobprofile sind historisch gewachsen, Sou


Employer Branding hat kein Content-Problem – Wie der Bewerbungsprozess die stärkste Arbeitgebermarke gefährden kann
Employer Branding hat in vielen Unternehmen ein erstaunliches Kommunikationsproblem: Die Diskussion dreht sich oft um Content: Karriereseiten, LinkedIn-Posts, Mitarbeitervideos, Kampagnen. Ganze Projekte werden gestartet, um Botschaften zu schärfen oder die Employer Value Proposition (EVP) visuell aufzubereiten. Das Resultat ist meist professionell produziert – und dennoch verpufft die Wirkung erstaunlich schnell. Der Grund liegt selten im Content selbst. Der eigentliche Mark


Die Illusion der guten Einstellung – Warum «Quality of Hire» meist falsch gemessen wird
Quality of Hire (QoH) – kaum eine Kennzahl wird im Recruiting so ehrfürchtig behandelt. Und kaum eine so selten sauber definiert. Laut einer aktuellen Untersuchung von SHRM und Findem (2025) bezeichnen 89 % der Organisationen Quality of Hire (QoH) als wichtigste Recruiting-Metrik. Nur 25 % sind jedoch in der Lage, sie effektiv zu messen. Das ist kein kleines Delta. Wer sich ehrlich fragt, welchen Beitrag Talent Acquisition zum Unternehmenserfolg leistet, kommt an QoH nicht vo


Post-Interview-Verification als Entscheidungspunkt im Recruiting: Wenn die echte Auswahl erst nach 90 Tagen endet
Personalauswahl folgt bis heute einem impliziten Grundsatz: Was wir im Interview sehen, entscheidet über Eignung und Erfolg. Das Gespräch ist meist der Kulminationspunkt. Danach folgt der Vertrag, später das Onboarding, und irgendwann die erste Leistungsbeurteilung. Dieses Modell wirkt logisch, ist jedoch analytisch fragil. Seit Jahrzehnten zeigen Studien, dass selbst strukturierte Interviews zwar eine bessere Prognosekraft haben als freie Gespräche, ihre Aussagekraft für tat


Warum Talent Mapping Recruiting effektiver macht – und wie AI dabei hilft
Recruiting leidet selten an zu wenig Aktivität. Aber oft an zu wenig Überblick. Jobs werden ausgeschrieben, Sourcing-Listen erstellt, Interviews geführt. Trotzdem bleibt das Gefühl: Wir reagieren mehr, als wir steuern. Genau hier setzt Talent Mapping an. Nicht als Buzzword, sondern als strukturelle Antwort auf einen fragmentierten Arbeitsmarkt – und als Disziplin, die durch künstliche Intelligenz (KI) erstmals wirklich skalierbar wird. Was Talent Mapping überhaupt ist – und w


Der Vorstand kürzt das Budget. Und jetzt? Wie Recruiting-Teams sparen, ohne an Wirkung zu verlieren
Budgetkürzungen im Recruiting gehören nicht zu den Überraschungen des Jahres. Sie sind eher so etwas wie das saisonale Gewitter im Unternehmensalltag: Man weiss, dass es kommt, aber hofft jedes Mal, dass es einen knapp verfehlt. Wenn der Vorstand Kosten senkt, landet Recruiting fast automatisch auf der Liste. Variable Kosten. Externe Abhängigkeiten. Und aus Sicht von Finance ein Bereich, bei dem sich Einsparungen schnell darstellen lassen. Für Talent-Acquisition-Teams bedeute


Alles ist Strategie. Und genau das ist das Problem.
Wie TA-Führungskräfte Begriffschaos auflösen – und von Absicht zu Wirkung kommen In vielen Talent-Acquisition-Organisationen klingt alles gleich wichtig. Vision, Strategie, Ziel, Initiative, Projekt. Jedes Vorhaben trägt einen grossen Titel. Jede Folie suggeriert strategische Relevanz. Und trotzdem bleibt im Alltag oft das Gefühl zurück, dass viel gearbeitet wird, aber wenig greift. Diese Verwirrung ist nicht nur ein sprachliches Detailproblem. Sie ist ein Führungsproblem. Di


Vom EVP-Poster zur Content-Maschine: Wie drei Botschaften ein Jahr Employer-Branding-Content liefern
In vielen Unternehmen endet die Arbeit an der Employer Value Proposition (EVP) mit einer schönen Karriereseite. Drei bis fünf Schlagworte, ein paar Bilder lächelnder Mitarbeitender – und fertig ist die Arbeitgebermarke. Strategisch ist das allerdings ungefähr so wirkungsvoll wie ein Fitnessabo ohne Training. Der Denkfehler liegt meist im Verständnis der EVP selbst. Viele Organisationen betrachten sie als Endprodukt. Als Claim. Als Marketingbotschaft. In Wirklichkeit ist eine


AI-Interviews im Recruiting: Wo Effizienz endet – und Risiko beginnt
Künstliche Intelligenz ist im Recruiting längst kein Experimentierfeld mehr. CV-Parsing, Matching-Algorithmen, Chatbots und automatisierte Terminierung gehören zum Alltag vieler Talent-Acquisition-Teams. Der nächste Schritt ist folgerichtig: das Interview selbst. Immer mehr Anbieter versprechen, mit KI-gestützten Video-Interviews Vorauswahl, Objektivität und Skalierbarkeit zu vereinen. Kandidat:innen beantworten standardisierte Fragen, während Algorithmen Sprache, Wortwahl, S


Wenn der Algorithmus zum Compliance-Risiko wird: Was TA-Teams bis August 2026 beim EU AI Act konkret erledigt haben müssen
Der EU Artificial Intelligence Act (EU AI Act) ist seit dem 1. August 2024 in Kraft – das wissen die meisten. Was erheblich weniger bekannt ist: Recruiting gehört zu den am stärksten regulierten Bereichen des Gesetzes. Fast alle KI-gestützten Hiring-Tools fallen in die höchste Risikoklasse, für die ab August 2026 umfangreiche Compliance-Pflichten gelten. Wer jetzt noch nicht angefangen hat, spielt auf Zeit. Was müssen Talent-Acquisition-Teams bis wann erledigt haben – und wo


Warum erfolgreiche Talent Acquisition mehr braucht als Ziele – und wie eine wirkungsvolle TA-Strategie entsteht
Viele Unternehmen arbeiten im Recruiting mit ambitionierten Zielen: kürzere Time-to-Hire, mehr Bewerbungen oder geringere Kosten. Diese Zielvorgaben sind sinnvoll, ersetzen jedoch keine Strategie. Ziele sagen aus, was erreicht werden soll. Eine Strategie erklärt, wie man dorthin kommt – und warum genau dieser Weg zum Erfolg führt. Gerade heute, in einem komplexen Arbeitsmarkt und einem globalen Wettbewerb um Skills, reicht es nicht aus, nur operativ gut zu arbeiten. Talent


KI bewertet Kandidaten in Sekunden – aber wie gut ist dieses Urteil wirklich?
Microsoft Copilot, ChatGPT & Co. werden im Recruiting und Sourcing zunehmend eingesetzt. Lebenslauf hochladen, LinkedIn-Profil analysieren lassen, Persönlichkeit und Intelligenz einschätzen – fertig ist die „smarte Vorauswahl“. Klingt effizient. Ist es das aber auch? Eine aktuelle Studie von Tobias Marc Härtel im Journal of Business and Psychology hat genau das untersucht. 406 LinkedIn-Profile wurden von Microsoft Copilot analysiert. Die Personen dahinter hatten zuvor echte


Bad KI Bunny: Die Klagen gegen Workday und Eightfold und ihre Wirkung für Recruiting-Teams
Die aktuellen Klagen gegen Workday und Eightfold markieren eine heftige Eskalationsstufe in der Debatte um KI im HR-Umfeld. Zurecht, wie ich finde. Auch wenn hier nur zwei namhafte Anbieter von innovativen Recruiting-Lösungen verklagt werden, treffen die Konsequenzen daraus alle Unternehmen, die algorithmische Systeme im Recruiting einsetzen – und sich dabei zu stark auf Technologie verlassen haben. Alleine die Zulassung der Klage sendet eine klare und richtige Botschaft: A


Vom EVP-Poster zur Content-Engine: Wie du aus drei Kernbotschaften Material für 12 Monate Employer Branding machst
Eine EVP ist kein Schmuckstück für die Karriereseite, sondern ein Rohstofflager. Viele Unternehmen verwechseln Ergebnis und Ausgangspunkt: Sie formulieren drei schöne Sätze – und wundern sich, dass daraus kein Alltag entsteht. Effizientes Marketing denkt anders. Dort werden Kernbotschaften wie ein Steinbruch behandelt, aus dem ständig neue Formate geschlagen werden. Genau so sollte die Umsetzung im Employer Branding funktionieren. Der Trick ist Reduktion. Drei glaubwürdige Bo
bottom of page